8.6.11

Ärger mit unerlaubtem Planking in München

Nachdem die Besitzerin eines renommierten Trachtenladens feststellen musste, daß ihr Ladenschild zum Planken missbraucht wurde,

Planking Skandal

...  ergriff sie kurzerhand Gegenmaßnahmen und brachte ein Verbotsschild an. Sie befürchtete, daß Planker-Rowdies durch das herumklettern an der Fassade Sachschäden anrichten würden:



Jedoch hatte sie nicht mit der Hartnäckigkeit der Planker gerechnet, die sofort auf die Barrikaden gingen und zur Spontandemo aufriefen. So fand am Sonntagmittag vor dem Laden beim Kräutlmarktbrunnen eine Demonstration statt, bei der die Teilnehmer "freies Planken für alle und überall" forderten. Die Demo verlief friedlich und es war leider kein Polizeieinsatz mit übertriebenem Gewalteinsatz notwendig.

Planking Skandal


Auch die Ladenbesitzerin war anwesend und ließ sich durch Argumente überzeugen, daß SL-Planker durchaus umsichtig vorgehen und immer darauf bedacht sind, keine Schäden anzurichten. Sie entfernte unter dem Beifall der anwesenden Demonstranten das Verbotsschild und wünschte allen noch ein frohes Planken.

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Planking in München SL

Der neue Trend heißt Planking, siehe auch Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Planking

Angeblich kommt dieser umstrittene "Sport" ursprünglich aus Großbritanien und fand seinen Weg über Japan und Australien auch nach Deutschland.

Wie aber meine Recherchen ergaben, ist Planking oder auf deutsch Planken eine urbayerische Disziplin, die ihren Ursprung in München hat. Und das kam so:

Anfang 1811 war ein gewisser Maximilian Plank im Hofbräuhaus, so wie er eigentlich jeden Tag da war, um seine Mass zu trinken und vor allem, um mit der feschen Kellnerin Veronika anzuplankeln. So auch wieder am 5. Juni 1811 am schönsten Mittwochvormittag. Seine angebetete Veronika war auch wieder da und hatte ihr Holz vor der Hüttn sowas von aufreizend im Dirndl verpackt, daß dem armen Maximilian ganz schwummerig wurde.

Bayernplanken in HofbräuhausUnd dann kam es, wie es kommen musste. Veronika hatte Mittagspause und hockte sich pfeilgrad vis a vis zum Maximilan Plank an den Tisch, um ihre wohlverdienten Weißwürscht mit Brezel zu verzehren. Da hielts den verliebten Gockel gleich nimmer auf seinem Platz. Unter dem Vorwand, er wolle prüfen, ob die Weißwürscht auch wirklich noch frisch seien, beugte er sich über den Tisch, um in Wirklichkeit den heiß begehrten weiblichen Attributen näher zu kommen. Schon fast, bis auf ein paar Zentimetern hatte er sein Ziel erreicht, da verlor er die Balance und schon wars passiert:

Streckslängs lag er quer übern Tisch, mit der Nase im Weißwurschtsenf. Das war ihm so peinlich, daß er vor Scham schier erstarrte. Und um nicht doch noch zu unüberlegten Handlungen zu kommen, legte er seine Arme ganz steif am Körper an.

So war von dieser Stund an das Planken erfunden, und noch heute erzählt man sich diese Gschicht im Hofbräuhaus und lacht herzlich über des Maximilian Planks Missgeschick. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wird jedes Jahr im Juni zum Bayernplanken-Wettbewerb aufgerufen, wobei seit Anfang 1900 auch die Preissn teilnehmen dürfen.

Aufgezeichnet und vorgetragen
von Annabella Biedermann, die damals noch ziemlich jung war.

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